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Was sind wasserführende Kaminöfen



Möchten Sie die Wärme Ihres Kaminofens nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch im ganzen Haus genießen, dann schließen Sie Ihren Kamin an das Heizungssystem an! Nicht jeder Kamin oder Kaminofen ist hierfür geeignet. Wasserführende Kaminöfen sind aber mit dieser Fähigkeit ausgestattet. Erfahren Sie, wie dieser Kaminofen funktioniert, was Sie erwarten können und wie Sie Ihren Kaminofen zu einem wasserführenden Kaminofen nachrüsten können.

Woraus besteht ein Kaminofen?

Ein Kaminofen ist eine bauliche Mixtur aus einem Kamin und einem Ofen, die beide in ihrer Hauptfunktion Wärme abstrahlen sollen. Das Feuerholz für Ihren Kamin legen Sie in den sogenannten Brennraum oder Feuerraum. Nach dem Anzünden wird die Abluft durch den angeschlossenen Schornstein nach draußen gezogen. Frische Luft wird entweder durch einen doppelwandigen Schornstein in den Brennraum gezogen oder ein externes Zuluftrohr befindet sich zusätzlich am Kamin bzw. Kaminofen. Mit der Frischluft kommt der Sauerstoff in den Brennraum, der für das Weiterzündeln der Flammen zuständig ist.

Bei diesen Verbrennungsprozessen entstehen zwei unterschiedliche Arten von Wärme. Zum einen wird eine Strahlungswärme erzeugt. Im Übrigen eine für Mensch und Tier sehr angenehme, denn diese Wärme ist natürliches, wenn auch unsichtbares Licht. Des Weiteren entsteht durch den Verbrennungsprozess eine sogenannte Konvektionswärme. Diese Wärme setzt sich an den Wänden des Kaminofens ab und breitet sich innerhalb des Brennraumes aus.

Der Kaminofen kann also sowohl seine Wärme strahlenartig abgeben als auch im ganzen Raum verteilen. Die Strahlungswärme wird dabei durch die Tür hinausgesendet. Anders als ein klassischer Kamin besitzt ein Kaminofen eine Vorrichtung, die Brennraum und Umgebung trennt. Diese ist bei einem Kaminofen oft durchsichtig. So kann auch die durch den Anblick der Flammen behagliche Stimmung übertragen werden, die normalerweise nur bei einem offenen Kamin entsteht.

Die durch die Verbrennung erzeugte Wärme wird in den Wärmetauscher geleitet. Das Behältnis ist mit Wasser gefüllt, das durch die Wärmewirkung erhitzt wird und durch ein zusätzliches Rohr mit dem Heizungssystem verbunden ist. Das erhitzte Wasser zirkuliert im Heizungssystem, indem das warme Wasser in den Heizkreislauf steigt und als kaltes Wasser in die Wassertasche wieder zurückkommt. Von hier aus wird abermals erhitzt.

Wo ist der Unterschied zum wasserführenden Kaminofen?

Ein wasserführender Kamin ist von der baulichen Grundsubstanz dem Kaminofen gleich. Auch seine Wärme entsteht im Brennraum, die Abluft tritt durch den angeschlossenen Schornstein aus und die Wärme verteilt sich als Strahlungs- und Konvektionswärme. Im Unterschied zum klassischen Kaminofen hat ein wasserführendes Modell jedoch eine Zusatzverbindung zum häuslichen Heizungssystem. Diese kann durch sogenannte Wassertaschen bzw. Registrierung realisiert werden. Dieses Bauteil ist es auch, das Sie benötigen, um Ihren klassischen Kaminofen in einen wasserführenden umzuwandeln.

Wie funktioniert ein wasserführender Kaminofen?

Beim wasserführenden Kaminofen wird zusätzlich ein Wärmetauscher (Wassertasche) mit Wasserkreislauf integriert, der an ein bestehendes Heizungssystem mit eigenem Warmwasserspeicher angeschlossen werden kann. Als Beispiel stellen wir Ihnen den Kaminofen mit Wasser-Wärme-Tauscher von der Firma ORANIER vor. Nähere Informationen über diese Modelle erfahren Sie in der Kategorie wasserführende Kaminöfen.

Die durch die Verbrennung erzeugte Wärme wird in den Wärmetauscher geleitet. Das Behältnis ist mit Wasser gefüllt, das durch die Wärmewirkung erhitzt wird und durch ein zusätzliches Rohr mit dem Heizungssystem verbunden ist. Das erhitzte Wasser zirkuliert im Heizungssystem, indem das warme Wasser in den Heizkreislauf steigt und als kaltes Wasser in die Wassertasche wieder zurückkommt. Von hier aus wird abermals erhitzt.

Das Modell von ORANIER benötigt ca. 30 Prozent Wärme, um den Brennraum mit Wärme zu versorgen. Die übrigen 70 Prozent werden dem Heizungssystem zugeführt. Dort wird es als Brauchwasser und Heizungswasser genutzt. Die hohe Energieausbeute kommt durchschnittlich zu einem Drittel der direkten Heizung zugute. Zwei Drittel werden Brauchwasser.

Durch die sehr hohe Wärme sollte ein wasserführender Kaminofen nicht direkt an einen Heizkreislauf angeschlossen werden. Zwischengeschaltet wird daher ein Pufferspeicher.

Infografik System wasserführender Kaminofen


Kaminofen wasserführend nachrüsten

Bei einem echten wasserführenden Kaminofen sind bereits im Bau alle Voraussetzungen getroffen, damit die Energiedichte umso höher sein wird. Dazu zählt zum Beispiel eine doppelseitige Stahlwand, während klassische Kaminöfen eher mit Schamottsteinen versehen sind. Wasserführende Varianten sind für Luft- und Wassererwärmung ausgelegt.

Nachgerüstete wasserführende Kaminöfen nutzen nur die Abgaswärme zur Aufheizung des Wassers in den Wassertaschen. Dadurch kann weniger Wasser erwärmt werden. Dennoch lohnt sich die Umrüstung. Die Heizung wird in ihrer Wärmeleistung unterstützt.

Wichtig ist der Standort des Kamins. Der Versorgungsübergang sollte sich am Anfang des Heizkreislaufes, beim Wasserzulauf, befinden. Andernfalls kann es zu Richtungsirritationen des Brauchwassers im System kommen. Die Folge: Ein wesentlich geringerer Teil der Wohnung könnte mit Heizwasser versorgt werden. Dies ist bereits bei den wasserführenden Kaminöfen zu beachten. Bei nachgerüsteten Kaminen mit Wassertaschen ist eine fehlerhafte Standortwahl hinsichtlich der Wärmewirkung umso fataler.

Neben dem fertigen Kaminofen gibt es Kaminbausätze. Sie sind als Standard- oder wasserführende Varianten erhältlich. Wie der Name vermuten lässt, werden fertige Formteile als Bauteile zu einem Kamin zusammengesetzt. In der Regel stellt dabei der Kamineinsatz das Herzstück dar. Solche Kamineinsätze können auch einzeln erworben werden. Sie werden in Aussparungen montiert und mit dem Schornstein verbunden. Damit bilden sie die Grundlage für einen neuen Kamin. Die Einsätze werden ummauert und individuell verkleidet. Darüber hinaus müssen sie als wasserführender Kamineinsatz an das Heizungssystem angeschlossen werden.  

Alternative: wasserführende Kaminkassette

Kamineinsatz Oranier Aquamodul KE 706 Plan wasserführend 10,5kW

Kaminkassetten können einen klassischen (also offenen) Kamin in einen geschlossenen umwandeln. Sie werden in den Brenn- bzw. Feuerraum eingesetzt und so wie ein Kamineinsatz angeschlossen. Wasserführende Varianten sind für diese Komponenten erhältlich. Sie können jedoch nicht mit den nachgerüsteten Kaminöfen oder den wasserführenden Kaminöfen mithalten. Die Wärme kann nicht optimal abgegeben werden, sodass auch die Wassernutzung im Wärmetauscher entsprechend begrenzt ist. Hier kommt es darauf an, für welche Zwecke sie verwendet werden sollen.

Wasserführender oder wassergeführter Kaminofen?

Sie werden das eine oder andere Mal über den Ausdruck "wassergeführt" stolpern. Lassen Sie sich davon nicht beirren. Dieser Begriff ist eine falsch verwendete Variante. Wassergeführt würde bedeuten, dass der Kaminofen vom Wasser geführt wird. Man stelle sich die Frage, wie eine solche Situation eintreten sollte. Stattdessen wird ein Kaminofen an ein bestehendes wasserführendes, also mit Wasser gefülltes bzw. Wasser verwendendes, System angeschlossen - an das Heizungssystem. Der Anschluss kann, wie bereits weiter oben erwähnt, durch ein Register oder durch eine Wassertasche erfolgen.


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